Resolution - Frühjahrsplenartagung des Bundeselternrats, 20.-22.05.2011, Bad Hersfeld

Der Einfluss von Schulleitungen und Eltern auf die Schulqualität
Bildungsstandards sind der Maßstab für die Qualität von Schulen. Wer länder­über­greifend Bildungsstandards setzt, muss für gleiche Schulqualität in allen Ländern sorgen. Nur so ist der Anspruch aller Kinder auf gleiche Bildungschancen zu erfüllen.

Die Aufgaben der Schulleitung haben sich grundlegend gewandelt. Hatte sie noch in den 80er Jahren im Wesentlichen für den reibungslosen Ablauf beim Umsetzen von Vorgaben der Schulverwaltung zu sorgen, steht heute die Qualitätsentwicklung im Mittelpunkt. Dabei gilt: Schulqualität lässt sich nur von Schulleitungen und Eltern gemeinsam entwickeln, und beide müssen für diese anspruchsvolle Aufgabe qualifiziert werden.

Die Ausbildung zur Schulleiterin oder zum Schulleiter erfordert länderübergreifende Standards, die in einem Anforderungsprofil festzuschreiben sind. Schulleitungen brauchen eine umfassende Qualifizierung, die über die derzeit übliche Fortbildung deutlich hinausgeht. Angehende Schulleiter sollten zudem die Möglichkeit haben, ihre Eignung für den Beruf vorher zu testen.

Eltern sind die natürlichen Erziehungs- und Bildungspartner der Schulleitung. Die Schulleitung trägt die Verantwortung dafür, Eltern in die Schulentwicklung einzubinden. Die Grundlage für eine gleichberechtigte Zusammenarbeit sind professionelle Kommunikationsstrukturen.

Der Bundeselternrat fordert:
  • länderübergreifende Standards für die Schulleiterausbildung
  • Elternmitarbeit und Personalentwicklung als wesentliche Bausteine der Schulleiterausbildung
  • institutionalisierte Elternfortbildung
  • zielorientierte Auswahlverfahren für Schulleiterinnen und Schulleiter
  • verpflichtende Mitwirkung der Eltern bei der Qualitätsentwicklung aller Schulen
  • ein professionelles Kommunikationstraining für Eltern und Schulleitungen
Schulqualität braucht starke, gut ausgebildete Schulleitungen, die mit starken, selbstbewussten Eltern professionell zusammenarbeiten. Das führt zu einem neuen Selbstverständnis der Schule.

Bad Hersfeld, 22.5.2011
 

BER FPT 2011 Resolution (228 KB)
 

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