Pressemitteilung des Landeselternrates Sachsen: Generationswechsel in den sächsischen Schulen gestalten - Dies muss sich im kommenden Doppelhaushalt 2015/16 niederschlagen, ohne Wenn und Aber!


Dresden, den 16.05.2014

„Uns läuft die Zeit davon.“, sagte Lothar Bienst der Vorsitzende des Fraktions-Arbeitskreises Bildung der CDU gegenüber der Leipziger Volkszeitung am 14. Mai 2014. Er betonte, wie wichtig neue Lehrerstellen seien, um die Qualität des sächsischen Bildungswesens aufrechterhalten zu können. Dieser Aussage kann der Landeselternrat Sachsen nur zustimmen. Die Staatsregierung ignoriert seit Jahren Warnungen vor dem Zustand, der jetzt an sächsischen Schulen beginnt einzutreten. Es ist nun klar, dass es nicht darum geht, ob zusätzlich ca. 700 Lehrer und Lehrerinnen jährlich eingestellt werden, sondern wie und unter welchen Bedingungen sie an welchen Orten ihre Arbeit aufnehmen. Sachsen braucht endlich ein Personalentwicklungskonzept für seine Schulen, damit im Interesse unserer Kinder der Unterricht in den kommenden Jahren vernünftig gestaltet werden kann. Es darf nicht sein, dass der Bildungsetat von Jahr zu Jahr weiter auf Kante genäht ist und die Klassen in den Großstädten aus den Nähten platzen. Die Sonntagsreden müssen endlich ein Ende haben und wenn Sachsen in nationalen und internationalen Vergleichen weiter mithalten will, wird es höchste Zeit zu handeln. Die Eltern lassen sich nicht länger Sand in die Augen streuen und richten ihre Forderung eindeutig an das sächsische Finanzministerium: „Wir brauchen die jetzt ausgebildeten Referendare an unseren Schulen. Es ist Zeit.“ Zusätzlich ermahnt der Landeselternrat die sächsische Staatsregierung, den Anteil der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung eingestellten Mittel für Bildung abzurufen und ausnahmslos zur Finanzierung der an sächsischen Schulen dringend benötigten Schulsozialarbeiter zu verwenden. „Wir haben das Land nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen und tragen schließlich die Verantwortung für die Zukunft und den damit verbundenen Generationswechsel. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und darf nicht zum Personalpoker führen“, so der Vorstand des Landeselternrates Sachsen.

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