PM der GEW Sachsen: Offenbarungseid der Schulverwaltung

GEW Sachsen zur Verschiebung der Aufnahmeentscheidung für die Oberschulen und Gymnasien

Leipzig, den 04. Juni 2014


„Die Katastrophe hat sich seit Wochen angebahnt. Nun ist die Katze aus dem Sack: Die Schulverwaltung ist nicht mehr in der Lage, die dünne Personaldecke im Schulbereich so zu ziehen, dass sie den Termin für die Information der Eltern über die Aufnahme ihrer Kinder an eine weiterführende Schule einhalten kann. Sie braucht eine weitere Woche, um die Eingangsklassen an den Gymnasien und Oberschulen weiter zu optimieren, womit das Auffüllen von Schulklassen bis an die Obergrenze von 28 Schülern umschrieben wird. Das ist ein Offenbarungseid “, so kommentiert die GEW-Landesvorsitzende Sabine Gerold die heutige Mitteilung der Sächsischen Bildungsagentur (SBA) über die Terminverschiebung.

Die sächsische Bildungsgewerkschaft hält es für einen Skandal, dass hier offensichtlich auf den Rücken von Schülern und Eltern die Frage einer ausreichenden Versorgung der Schulen mit Lehrkräften offen gehalten wird, weil sich das Kultusministerium gegenüber dem Finanzministerium im Kampf um mehr Lehrerstellen nicht durchsetzen kann.

„Es kann nicht sein, dass Zwangslenkung, Losverfahren und vollgestopfte Klassen den weiteren Bildungsweg von zehnjährigen Kindern einleiten, während gleichzeitig gut ausgebildete junge Lehrkräfte auf eine Einstellungszusage warten. Auch Schulprofilierung, freie Schulwahl und Elternwille werden dadurch zu hohlen Phrasen“, so S. Gerold weiter.

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